Gedanken zum Stadtratsbeschluss- Fortschreibung des Schulentwicklungsplanung

Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung

Meine ersten Gedanken, als ich Kenntnis vom vorliegenden Änderungsantrag des OB zur Schaffung einer zweizügigen Grundschule in Otterleben bekam waren: „Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Was Lange währt, wird endlich gut.“

In den vielen Sitzungen des Fachausschusses Bildung, Schule, Sport (BSS) wurde vom Fachbereichsleiter Herr Krüger und dem beigeordneten Herrn Prof, Puhle gebetsmühlenartig immer wiederholt, dass die vorliegenden Prognosen über die Anzahl der Geburten und voraussichtlichen Einschulungen/ Erstklässler den Neubau einer Grundschule in Ottersleben nicht rechtfertigen würden. Lange und intensiv wurde gestritten und vor allem von Seiten der Ausschussmitglieder mit Argumenten versucht, die Verwaltung zum Umdenken zu bewegen. Bisher jedoch ohne Erfolg. Aus diesem Grund stellte ich im BSS einen Antrag zum Neubau einer Grundschule in Ottersleben. Dieser wurde, bei zwei Enthaltungen durch die SPD Vertreter, beschlossen und als Punkt 2 eines Änderungsantrages des Ausschusses dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt.

Nun freut es mich umso mehr, dass der Oberbürgermeister den Punkt 2 des Änderungsantrages aufgreift und in einem eigenen Änderungsantrag bekräftigt und modifiziert.

Ich möchte nun kurz zum ÄA des BSS Punkt 3 Stellung nehmen:

Laut Aussage von Hr. Krüger im BSS auch nach mehrmaliger Nachfrage zur in der DS vorgeschlagenen Basiszahl von 25 stellte dieser fest, dass die Schuleinzugsbereiche jedes Jahr geändert werden könnten um sie den aktuellen Schülerzahlen anzupassen. Jetzt den 22 des ÄA dazu verantwortlich zu machen, ist nicht seriös.

Im Runderlass des MK vom 23.4.15 Punkt 2.3.2.heißt es: „Bei der Bildung der Klassen wird auf eine mittlere Frequenz von 22 orientiert .“ Mit dieser Zahl reagiert die KMK auf die veränderten Bedingungen in den Grundschulen. Heutzutage wird jedes Kind eines Jahrganges eingeschult. Damit ist die Anzahl der Schüler mit integrativen und inklusivem Hintergrund sehr hoch. Viele Schüler mit Defiziten verbleiben länger in der SEP (Schuleingangsphase) und bedürfen einer besonderen Förderung. Dafür gibt es jedoch keine Anrechnung. Damit die geforderte Inklusion nicht mehr nur ein Begriff bleibt, müssen wir die Bedingungen dafür schaffen
Es gibt heutzutage kaum noch Frontalunterricht, sondern moderne Unterrichtsformen wie Frei- und Gruppenarbeit, Projekt- und Werkstattarbeit, Arbeit mit Tages- und Wochenplänen. Dies erfordert sowohl eine verstärkte Zuwendung des Lehrers, als auch mehr Platz für Gruppentische aber auch Material.
Zum Änderungsantrag des Stadtrates W. Schwenke: Zu prüfen, ob die neue Grundschule in Ottersleben als Außenstelle der jetzigen GS geführt werden kann, möchte ich nur Folgendes feststellen:

Es macht für mich überhaupt keinen Sinn eine zweizügige Grundschule als Außenstelle zu betreiben. Ein Provisorium, eine Außenstelle, hatten die Ottersleber mit der Auslagerung der 4. Klassen jahrelang. Nun besteht die Chance auf optimale Lernbedingungen. Auch eine Beschulung der Klassen1/2 an einem Standort und die der Klassen 3 /4 an dem anderen macht für mich keinen Sinn. Das Argument der Schuleinzugsbereiche greift hier nicht, würde doch nach diesem Antrag jedes Kind einmal in 4 Jahren sowohl an dem einen als auch dem anderen Standort beschult werden.
Damit möchte ich es für heute belassen. Es gibt für mich jedoch noch weitere Argumente, die gegen diese Außenstellenlösung sprechen.

Wir wollen eine moderne Schule. Wir wollen das Beste für unsere Kinder.

In allen Wahlprogrammen nimmt die Bildungspolitik einen breiten Raum ein. Alle Parteien betonen, wie wichtig gut ausgebildete Menschen für die Entwicklung in unserem Land sind und dass unsere Kinder unsere Zukunft sind.

Mit den am Donnerstag gefassten Beschlüssen haben wir den Bürgern unserer Stadt gezeigt, dass wir wirklich das Beste für unsere Kinder wollen, dass sie es uns wert sind. Gemeinsam, fraktionsübergreifend, haben wir Stadträte die Weichen gestellt für bessere Bedingungen für die jetzigen und künftigen Schülerinnen und Schüler unserer Stadt.

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