Carola Schumann

Zum Artikel „Spätshop-Urgestein wehrt sich“ in der Volksstimme vom 30.10

.Bereits auf dem Stammtisch der Julis am 25.10., an dem nicht nur ich, sondern auch die Stadträte Oliver Müller (DieLinke) und Tom Assmann (Grüne) teilnahmen, wurde festgestellt, dass es nicht die Spätshops sind, die für die Situation am Hasselbachplatz verantwortlich sind. In einer regen Diskussion mit Gastronomen und jungen Leuten wurde an diesem Abend nicht nur die aktuelle Lage erörtert, sondern auch verschiedene Lösungsansätze besprochen. Dabei bestand nahezu Einigkeit darüber, dass ein Alkoholverbot und die Schließung der „Spätis“ nicht nur rechtlich problematisch sind, sondern auch das Problem nicht lösen, sondern ggf. in umliegende Straßen verschiebt. Eingegriffen werden muss nur dort, wo es zu Verstößen gegen Gesetz und Ordnung kommt.
Bei der Forderung nach einer öffentlichen Toilette gingen die Meinungen jedoch auseinander. Da es in jeder Gaststätte eine Toilette gibt, haben die Besucher des Hasselbachplatzes gegen ein geringes Entgeld ausreichend Möglichkeiten ihre Notdurft zu entrichten. Es müssen, und da bin ich mit meiner Meinung nicht allein, Konzepte entwickelt werden, die kurzfristig, vor allem aber langfristig greifen. Kurzfristig ist eine Erhöhung der Polizeipräsenz in den Abend- und Nachstunden zielführend, die Aufwertung durch kulturelle Höhepunkte wirkt mittelfristig. Langfristig bedarf es jedoch einer städteplanerischen Umgestaltung des Hasselbachplatzes und seines Umfeldes. Dazu müssen alle Dezernate kooperieren und an einem Strang ziehen. Auch die Gastronomen, Bürgerinnen und Bürger sowie Politiker aus Stadt und Land müssen zwingend einbezogen werden. Dies könnte z.B. im Rahmen einer Bürgerversammlung geschehen.
Der Hasselbachplatz ist das Herz der Stadt. Hier pulsiert das Leben. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass dies so bleibt.