Carola Schumann

Pressemitteilung -Schulentwicklungsplanung

Schuleinzugsbereiche dienen seit Jahren der Planungshilfe für die Verwaltung. Auch der erneute Vorschlag der Verwaltung in seiner vorgelegten Form hatte diese Intension.

In der Januarsitzung wurde diese Drucksache auch mit einigen Änderungsanträgen zugestimmt. Auch wir FDP Stadträte hatten zugestimmt, hat sich doch der nach vielen Diskussionen und harten Auseinandersetzungen 2011 beschlossene Modellversuch der Öffnung der Schuleinzugsbereiche in Stadtfeld als Erfolg herausgestellt. Das Erstaunliche dabei ist, wie rege die neue Wahlfreiheit genutzt wird. Die Befürchtungen der Kritiker, dass es zu Massenwanderungen kommt, haben sich jedenfalls nicht bestätigt.

In der letzten Sitzung des Stadtrates wurde nun durch den begründeten Widerspruch des Oberbürgermeisters nach der Beschlussfassung der Sachverhalt neu behandelt und mehrheitlich abgelehnt. Der Hauptgrund hierfür waren für viele Stadträte die Ängste von Eltern, welche lange Schulwege für ihre Kinder befürchteten.

Auch wir können den Wunsch vieler Eltern nach einer wohnungsnahen Beschulung ihrer Kinder verstehen. Aus diesem Grund erwarten wir vom Land eine Änderung des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt, dahingehend dass die Länge des Schulweges als sachgerechtes Auswahlkriterium möglich ist. Bisher ist es leider so, dass das Losverfahren bei Kapazitätsüberschreitungen an einer Schule angewendet werden muss.

Die FDP Magdeburg steht nach wie vor hinter der Forderung nach strikter Öffnung der Schuleinzugsbereiche. Die es im Übrigen nur noch bei den Grundschulen gibt. In den weiterführenden Schulen (Gymnasium, Gemeinschaftsschulen) gibt es diese schon nicht mehr. Auch die Schulen in freier Trägerschaft können von allen Eltern der Stadt frei gewählt werden. Wir werden auch zukünftig für die Wahlfreiheit der Eltern eintreten. Sie wissen am besten was gut für ihr Kind ist und sollten auch kommunale Schulen frei wählen dürfen.