Treffen der BI "Fragt uns doch!" mit Vorstellung der Studie der Witzenhausen - Instituts

Heute , zum 4. Treffen unserer Bürgerinitiative, stellte uns ein Fachmann für Biovergärungsanlagen die Studie " Effiziente Biovergärung als wichtiger Baustein einer nachhaltigen Klimaschutzstrategie- Empfehlungen für kommunale Entscheindungsträger ............." des Witzenhausen-Instituts vor. Es ging dabei um Vorteile fürs Risiken von kleinen und großen Biovergärungsanlagen für die Kommune.

Hier einige Schwerpunkte des Vortrages: 

1.Geringere spezifische Kosten bei mittleren und großen Anlagen

  • Durch eine größere Verwertungskapazität für Bioabfälle können die spezifischen Investitionskosten reduziert werden
  • Bei kleinen Anlagen sind höhere spezifische Kosten zu erwarten 

2.Höherer Gasertrag und geringere Betriebskosten bei Pfropfenstromfermentern

  • Im Vergleich zu Boxenfermentern werden bei Pfropfenstromfermentern  höhere Gaserträge erreicht
  • Für Pfropfenstromfermenter werden jedoch größere Verwertungskapazitäten benötigt ( > 25.000 t/a
  • Wird eine Gasaufbereitung geplant ist ein hoher Gasertrag sehr wichtig
  • Aufgrund eines höheren Automatisierungsgrads sind die Betriebskosten bei Pfropfenstromfermentern in der Regel geringer  

3.Höhere Energieeffizienz durch Gasaufbereitung

  • Durch die Aufbereitung des Rohbiogases erhält man Biomethan mit Erdgasqulität
  • Das Biomethan kann über das Erdgasnetz zu entsprechenden Wärmesenken transportiert werden à erhöhte Energieeffizienz
  • Biomethan ist im Gegensatz zum Rohbiogas in verschiedenen Sektoren nutzbar (z. B. Strom, Wärme und Verkehr)

4.Sicherheit bzgl. Wirtschaftlichkeit bei Biomethanproduktion

  • Wird auf die Gasaufbereitung verzichtet, wird das Biorohgas in BHKW vor Ort für die Wärme- und Stromproduktion verwendet
  • Die Höhe der Vergütung für die Stromeinspeisung der BHKW wird erst nach Erteilung der BImSchG im Ausschreibungsverfahren durch die Bundesnetzagentur (BNA) festgelegt
  • Somit ist die Wirtschaftlichkeit des Projekts lange Zeit nicht gesichert
  • Die Vergütung des in das Erdgasnetz eingespeiste Biomethan kann dagegen langfristig fixiert werden

Außerdem wurde die kommunaler Eigenlösung und mit einer Kooperationslösung
verglichen.Dazu werde ich dann zu gegebener Zeit noch einmal einige Ausführungen wiedergeben.

Nach einer anregenden, sachlichen Diskussion besprachen wir noch das weitere Vorgehen. So werden in den nächsten Tagen Flyer verteilt, um auf unser Anliegen hinzuweisen. Außerdem sammeln wir weiter Unterschriften gegen den Bau der Anlage in Ottersleben.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.