Carola Schumann

Aktuelles

Grußwort zur Eröffnung des Workshops „Kunst im öffentlichen Raum“

Eröffnung des Workshops „Kunst im öffentlichen Raum“ 

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des heutigen Workshops,
stellen Sie sich vor:
Sie schlendern durch die Straßen unserer Stadt. Plötzlich bleibt Ihr Blick an einer Skulptur hängen – einem Kunstwerk, das vielleicht schon seit Jahrzehnten hier steht. Wie oft sind Sie schon daran vorbeigegangen, ohne es bewusst wahrzunehmen? Doch jetzt, in diesem Moment, hält es Sie fest. Es erzählt eine Geschichte- fordert Sie heraus- lässt Sie nachdenken.
Solche Begegnungen zeigen: Kunst im öffentlichen Raum ist weit mehr als nur Dekoration. Sie ist Ausdruck unserer Stadt, unserer Vergangenheit und der Zukunft. Sie schafft Orte der Begegnung, verbindet Generationen, lässt uns staunen – ja und manchmal auch streiten.
Die öffentliche Kunst gehört uns allen. Doch gerade weil sie so sichtbar und frei zugänglich ist, ist sie auch verletzlich.
Der Verlust der Skulptur „Spielende Mädchen“ an der Elbpromenade oder der Diebstahl der Bronze-Figur am Apel-Brunnen in Olvenstedt sind nur zwei Beispiele. Sie haben uns zuletzt schmerzlich vor Augen geführt, wie verwundbar die Kunst im öffentlichen Raum sein kann.
Beschädigung, Vandalismus und Diebstahl sind ernstzunehmende Bedrohungen, denen wir entschieden entgegentreten müssen.
Gerade deshalb finde ich es sehr erfreulich, dass die Landeshauptstadt Magdeburg mit ihrem Kunst-Patenprojekt ein Zeichen für den Schutz und die Wertschätzung öffentlicher Kunst setzt.

Dieses Projekt lädt Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv für die Kunstwerke in unserer Stadt einzusetzen – durch aufmerksames Hinschauen, durch die Meldung von Schäden oder einfach durch eine bewusste Auseinandersetzung mit den Skulpturen und Denkmälern, die unseren Stadtraum prägen.
Die Idee ist so simpel wie wirkungsvoll: Wer sich mit Kunst verbunden fühlt, setzt sich auch für ihren Erhalt ein.
Auch aus dem Stadtrat und ganz speziell von den Mitgliedern des Kulturausschusses heraus gab und gibt es viele Idee und Anträge, die sich mit dem Thema KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM beschäftigen wie z.B. die Initiierung eines Aktionstages für die öffentliche Kunst in Magdeburg.
Bereits im September 2019 wurde durch den Stadtrat die Erarbeitung eines Denkmal- und Skulpturenkonzepts beschlossen.
(Man möge es mir nachsehen, dass ich an dieser Stelle gern erwähne, dass die Initiative hierzu von der CDU/FDP Fraktion kam.)
Nun nimmt die Umsetzung dieses Beschlusses endlich Fahrt auf. Mit dem heutigen Workshop haben nicht nur die Fachleute, sondern alle Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Leidenschaft für Kunst und Kultur in Magdeburg einsetzen die Möglichkeit, sich aktiv an diesem Konzept zu beteiligen.
Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir Kunst im öffentlichen Raum besser schützen, fördern und erlebbar machen können.
Und dabei denke ich nicht nur an die Kunstwerke, die bereits im öffentlichen Raum stehen, sondern auch an jene, die unbeachtet in den Hinterzimmern und Kellern der Museen und an verschiedenen anderen Orten in der Stadt deponiert sind. Diese aus dem Dornröschenschlaf zu holen und der Öffentlichkeit zu präsentieren, wünschen wir Kulturausschussmitglieder uns schon lange.
Nun aber freue mich auf einen spannenden Austausch und viele wertvolle Impulse. Die heutigen Ergebnisse werden wir selbstverständlich im Kulturausschuss weiter diskutieren und in unsere Arbeit einfließen lassen.
Zum Schluss danke ich Ihnen für Ihr Interesse und Engagement in Sachen Kunst und Kultur im öffentlichen Raum und wünsche uns allen eine interessante, gewinnbringende Veranstaltung.