Carola Schumann

Faust-Perspektivpreis der Länder 2026 für das Puppentheater Magdeburg

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um dem Puppentheater Magdeburg, dem gesamten Haus und allen Mitarbeitenden ganz herzlich zum Faust-Perspektivpreis der Länder 2026 zu gratulieren.

Mit dem Deutschen Theaterpreis FAUST erhält bereits das zweite Theater unserer Landeshauptstadt diese bedeutende Ehrung. Das ist ein starkes Zeichen für die außergewöhnliche kulturelle Qualität Magdeburgs.

Bei aller berechtigter Freude über diese ganz besondere Auszeichnung, sollten wir aber nicht vergessen, wem wir diesen Erfolg in weiten Teilen zu verdanken haben und denen danken, die vor vielen Jahren die Vision entwickelt und den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte gelegt haben.

Dabei möchte ich zuallererst den ehemaligen Intendanten Michael Kempchen sowie den damaligen künstlerischen Leiter Frank Bernhardt nennen. Sie haben mit ihrem Weitblick, ihrer Leidenschaft und ihrem Engagement die Idee des Europäischen Puppentheaterzentrums entscheidend geprägt und vorangebracht. Diese Auszeichnung ist deshalb auch eine Anerkennung für ihren Mut, ihre Beharrlichkeit und ihre kreative Kraft.

Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich, gemeinsam mit Oliver Müller diesen Weg von Anfang an begleiten und die Entwicklung dieses außergewöhnlichen Vorhabens miterleben konnte.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die erste Sitzung, in der uns die Idee des Europäischen Puppentheaterzentrums – des Quartier P – vorgestellt wurde. Damals war es eine mutige Vision, und es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Überzeugung und welchem Engagement die Beteiligten daran gearbeitet haben.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch den ehemaligen Beigeordneten Dr. Rüdiger Koch erwähnen, der dieses Projekt von Beginn an begleitet und bis heute mit großem persönlichem Einsatz unterstützt. Er ist stets ein wichtiger Partner an der Seite des Puppentheaters und hat durch seine unermüdliche, beharrliche Arbeit, vor allem bei der Fördermittelakquise, der Unterstützung durch das Land und nicht zu vergessen bei den Verhandlungen mit dem Eigentümer des Bahnhof Buckaus wesentlich dazu beigetragen, dass aus einer Vision Realität werden kann.

Der Betriebsausschuss war also von Anfang an der Seite des Puppentheaters. Er hat über all die Jahre hinweg hinter den Intendanten und dem Haus gestanden, die Entwicklung begleitet und diese große Idee mitgetragen. Und ja auch, für die Unterstützung und Bereitstellung finanzieller Mittel im Stadtrat gesorgt. Diese Kontinuität und dieses gemeinsame Vertrauen waren wichtige Voraussetzungen dafür, dass dieses Projekt seinen Weg gehen konnte.

Ein herzlicher Dank geht auch an die Hochschule für Darstellende Kunst in Stuttgart und die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, die gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal den neuen Studiengang Puppenbaukunst erschaffen wollen.

Besonders freut es mich, dass nach dem Wechsel der Intendanz auch dieses anspruchsvolle und zukunftsweisende Projekt fortgesetzt wird. Es brauchte Zeit, um sich mit den Strukturen und den Zielen vertraut zu machen und das Potenzial der Idee zu erkennen. jetzt, aber sind wir dem ersehnten Ziel sehr nah.

Nun bleibt mir nur, dem Puppentheater Magdeburg, zu denen wie ich zu Beginn bereits erwähnte, selbstverständlich alle Mitarbeitende gehören, noch einmal sehr herzlich zu diesem verdienten Preis zu gratulieren und dem Haus, allen Beteiligten, also uns allen weiterhin viel Erfolg auf diesem beeindruckenden Weg zu wünschen.