Carola Schumann

Aktuelles

Dürre in Landeshauptstadt Magdeburg

Anfrage: Dürre in Landeshauptstadt Magdeburg

Sehr geehrter Oberbürgermeister Dr. Trümper,

durch die extremen Temperaturen und die langanhaltende Trockenheit in diesem Jahr steht auch die Landeshauptstadt Magdeburg vor großen Herausforderungen, da nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen drunter leiden.

Deshalb frage ich an:

  1. 1. Welchen Schäden an Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen sind bisher durch die anhaltendende Trockenheit bekannt?
  2. 2. Wie schätzen Sie den finanziellen Aufwand ein, um
  3. a) die Bäume, Grünanlagen, Blumenrabatten zu bewässern?
  4. b) die vertrockneten Pflanzen zu ersetzen?
  5. 3. Welche Auswirkungen hat die extreme Trockenheit auf die Parks (Elbauenpark, Stadtpark, Klosterbergegarten, Herrenkrug u.Ä.) sowie den Magdeburger Zoo

 

Die ausführliche Stellungnahme S0235/18, die auch Grundlage eines Artikels in der Magdeburger Volksstimme war, liegt vor und kann im Ratsinformationssystem der Stadt Magdeburg nachgelesen werden.

Redebeitrag zum Grundsatzbeschluss - Hyparschale

Grundsatzbeschluss - Hyparschale

Werbung für Zustimmung zur Drucksache

Ich spreche nicht im Namen der Fraktion, sondern für den liberalen Teil der Fraktion.

Ich freue mich sehr, dass die Stadt nach so vielen Jahren nun endlich die Verantwortung für dieses denkmalgeschütztes Objekt übernimmt.
Lange haben wir dafür gekämpft- hier im Rat, im Kuratorium Hyparschale, in den sozialen Netzwerken und anderen.

Es ist nun fast zu spät für die Rettung der Hyparschale. Aber eben nur fast.
Wenn wir es wirklich wollen, dann müssen wir jetzt handeln. Sonst ist es zu spät.

Es ist politische Entscheidung. Es ist nicht nur eine Entscheidung der Vernunft, sondern eher eine Entscheidung des Herzens,

Der Magdeburger liebt seine Hyparschale. Es ist für ihn ein Stück Identität.

Wir haben hier die einmalige Chance Historisches zu bewahren und Modernes, Zukunftweisendes zu schaffen.

Wir wären die Ersten und damit Vorreiter für eine hochmoderne Technologie. Damit wäre die Hyparschale ein Aushängeschild für den Wissenschaftsstandort Magdeburg. Wir sollten in die Zukunft denken.

Deshalb sollten wir das Geld in die Hand nehmen, um für die kommenden Generationen (Jahre) etwas Einmaliges zu schaffen.

Lasst uns also mutig sein und dieser Drucksache zustimmen.

(Der tatsächliche Wortlaut kann im Ratsinformationssystem der Stadt -Stadtratssitzung angesehen/angehört werden).

Einbringung des Antrages A0166/17/1

Sichtbarmachung der Ruhestätte Otto von Guerickes

Otto von Guericke ist eine der bedeutendsten, wenn nicht gar der bedeutendsten Persönlichkeiten Magdeburgs. Jeder Magdeburger ob groß oder klein kennt den berühmten Bürgermeister und Gelehrten. Weit über die Stadtgrenzen hinaus sind seine Erfindungen bekannt. Obwohl in Hamburg geboren, verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens (fast 60 Jahre) in Magdeburg.

Obgleich in Hamburg verstorben, wurde er nach Magdeburg überführt und 1686 in der Johanniskirche beigesetzt. Dort wurden auch seine Ehefrau eine geb. Alemann und andere Familienmitglieder bestattet.

1890 wurde die Guericke /Alemann-Gruft wegen des Einbaus einer Heizung geräumt .Die aus den Gewölben entfernten Gebeine wurden üblicherweise unter dem Boden der Gruft oder in ihrer Nähe an den Außenwänden umgebettet. Bei Grabungen an der Johanniskirche 1990 wurden Tausende von Knochen gefunden und in Kisten verpackt ins Landesarchiv nach Halle gebracht. Unter diesen Knochenfunden vermutet man auch die Otto von Guerickes.

Die Guerickegesellschaft ging gerade in den letzten Jahren verstärkt auf die Suche nach Informationen über den Verbleib der Überreste Guerickes. Dabei wurde auch die Nicolaikirche ins Spiel gebracht. Hier liegen jedoch nachweislich nur der Enkel und dessen Nachkommen. Man ist sich aber ziemlich sicher, dass die Gebeine OvG in/an der Johanniskirche lagen.

Die Guerickegesellschaft ist sich ziemlich sicher und durch Akten belegt, dass die Überreste noch existieren und bei entsprechender Suche auch gefunden werden könnten. Es ist davon auszugehen, dass Guerickes Überreste im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Halle liegen.

„Man braucht zunächst einmal Knochen, für die es eine hohe Plausibilität gibt, dass sie Guericke gehören. Dann kann man durch Vergleiche der DNA mit nahen Verwandten Guerickes Knochen identifizieren. Zuvor müsste die Zahl infrage kommender Knochen eingegrenzt werden. Derzeit lagern im Landesamt für Archäologie 350 Kisten mit Gebeinen aus dem Umfeld der Johanniskirche. Tausende Knochen sind darin enthalten, und es sind nicht einmal alle. Einige sind noch immer in der Kirche.“(Mitteldeutscher Rundfunk) "Wir verstehen das Anliegen der Magdeburger sehr gut", so Dr. Alfred Reichenberger vom Landesamt für Archäologie. "Allerdings", so gibt er zu bedenken, "solche DNA-Tests kosten pro Stück 200 bis 300 Euro. Und das bei Tausenden Knochen."

Für die Untersuchungen muss nicht jeder Knochen per DANN untersucht werden. Es reicht aus, zunächst die Knochen herauszusuchen, die Männern zugehörig sind. Außerdem könnte man sich auf Schädel oder Beckenkochen oder andere Konchen beschränken .Damit verringert sich die Anzahl der zu untersuchenden Knochen erheblich.

Wir sind der Meinung, als OTTO Stadt Magdeburg und Bewerber um die Kulturhauptstadt Europas müssen wir unsere Persönlichkeiten viel mehr vermarkten.
Wer hätte es mehr verdient als Otto von Guericke eine würdevolle Begräbnisstätte zu bekommen.

Der Ursprungsantrag noch von veralteten Kenntnissen ausging, nun aber liegen durch die noch intensivere Beschäftigung durch die Guerickegesellschaft, aber auch durch den Leiter des Stadtarchivs Herrn Volkmarneuere Erkenntnisse vor. Deshalb haben wir unseren Antrag mit einem Änderungsantrag konkretisiert.

Wir wollen,

  1. weitere Nachforschungen in den Archiven
  2. die Erneuerung und Optimierung der Gedächtnisstelle in der Johanniskirche, die der Stellung OvG in der Stadtgeschichte gerecht wird
  3. eine Machbarkeitsstudie, in der Wege, Finanzierungsmöglichkeiten u.ä. für die DNA- Untersuchung aufgezeigt werden
  4. Dabei sollen Seites der Stadt auch finanzielle Mittel vom Land eingeworben werden, um den Stadthaushalt zu schonen.
    Auch an Spendenaktionen sollte gedacht werden.
  5. Sollten die Bemühungen von Erfolg gekrönt sein, sind die Überreste Otto von Guerickes erneut zu bestatten und sie den Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen Magdeburgs in geeigneter würdiger Form zu präsentieren.

Auf die Knochensuche darf nicht verzichtet werden. Im Erfolgsfall sind die Knochen langfristig durch die Identifikation der Magdeburger mit IHREM Otto wichtig.

Magdeburg will Kulturhauptstadt werden. Zur Kultur gehört auch Geschichte und dazu gehört Guericke in höchstem Maße. Die Stadt darf sich hier keine Chance vergeben. Dazu muss auch mit dem Kultusminister in der Staatskanzlei in Verhandlung getreten werden, um sich die Unterstützung durch das Land zu sichern.

Minigruppen- Tagesticket MAREGO

Antrag Minigruppen- Tagesticket MAREGO

Der Stadtrat möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, mit der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG und der Magdeburger Regionalverkehrsverbund GmbH - marego in Verhandlungen zu treten, mit dem Ziel, dass

  1. a. die Minigruppen-Tageskarten (Ticket ab 5 Personen) innerhalb des Geltungsbereichs nicht mehr mit dem Namen für alle Reisenden oder einem Schulstempel versehen werden müssen. Nur unter dieser Bedingung können die Tickets kurz vor Fahrtantritt beim Fahrer oder am Kassenautomaten erworben werden.
  2. b. die im Vorverkauf erworbenen Tickets unbegrenzt, d.h. auch über 24 Stunden (Tag des geplanten Reiseantritts) gültig sind.

Begründung:

Die Minigruppen-Tageskarten bei marego stellen in der jetzigen Form ein Problem da. Wenn z.B. eine Schulklasse mit dem entsprechenden Lehrpersonal, solche Gruppen-Tickets erwirbt, aber aus Krankheitsgründen oder anderen Ereignissen, die Fahrt zum geplanten Zeitpunkt (welcher auf den Karten beim Kauf vermerkt wird) nicht antreten kann, verfallen die erworbenen Tickets. Auch bei schlechtem Wetter, können manche Fahrten nicht angetreten werden. Deshalb besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Eine Straßenbahnstrecke nach Ottersleben

Antrag: Streckenverlängerung der Straßenbahn nach Ottersleben

Der Stadtrat möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten, damit die kürzlich im Nahverkehrsplan erneut beschlossene Verlängerung der Straßenbahntrasse nach Ottersleben so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt werden kann. Für die Umsetzung dieser Maßnahme die volkswirtschaftliche Notwendigkeit der Trassenverlängerung auf Basis einer Projektstudie und der sogenannten standardisierten Bewertung zu überprüfen.

Begründung:

Ottersleben ist ein wachsender Stadtteil. Bisher ist er aber nur über Busse an den Nahverkehr angeschlossenen. Die Ottersleberinnen und Ottersleber wünschen sich schon lange eine Verlängerung der Straßenbahntrasse nach Ottersleben. Diese Trasse war schon vor Jahrzehnten vorgesehen, wurde aber bisher nicht umgesetzt. Deshalb ist dafür im geltenden Flächennutzungsplan der Landeshauptstadt Magdeburg eine Trasse freigehalten.
Auch im kürzlich beschlossenen Nahverkehrsplan wurde erneut auf die Wichtigkeit dieser Maßnahme verwiesen.
Unter dem Aspekt der langfristigen Bereitstellung von GVFG-Mitteln des Bundes für Neubaumaßnahmen ist es ratsam, rechtzeitig Projekte vorzubereiten. Voraussetzung dafür ist der Nachweis der volkswirtschaftlichen Sinnhaftigkeit mittels sogenannter standardisierter Bewertung.
Am Beispiel der 2. Nord-Süd-Verbindung sieht man, wie lange solche Projekte von der Idee bis zur Umsetzung dauern können. Deshalb ist es geboten, für dieses Projekt zeitnah erste Ideen zu konkretisieren.
So sollte bei der Projektstudie zur Umsetzung der Maßnahme auch überprüft werden, ob die Trassenverlängerung bis zur derzeitig vorgesehenen Endschleife am Ende der Halberstädter Chaussee (Höhe Reitschule) notwendig ist oder möglicherweise die Errichtung einer Wendeschleife mit einer behindertengerecht ausgebauten Umsteigemöglichkeit auf Busse nördlich der Klinke in Höhe der Straße „Unter der Georgshöhe“ sinnvoller ist, um den großflächigen Stadtteil Ottersleben mit seinen zahlreichen jungen Baugebieten besser zu erschließen.

Gegebenenfalls könnte dann auch der dringend notwendige behindertengerechte Ausbau der derzeitigen Wendeschleife Kroatenweg bzw. der Haltestelle Braunlager Straße effizienter und kostengünstiger gestaltet werden.

Wigbert Schwenke                                        Carola Schumann
Vorsitzender Fraktion CDU/FDP/BfM          Fraktion CDU/FDP/BfM

Bernd Heynemann                                        Matthias Boxhorn
Fraktion CDU/FDP/BfM                                Fraktion CDU/FDP/BfM

Betriebszeiten Springbrunnen

Anfrage Betriebszeiten Springbrunnen

Wie der Volksstimme vom 10.8.18 zu entnehmen war, wurde die Betriebszeit des Ernst-Reuter-Brunnens auf dem Ulrichsplatz aufgrund von Anwohnerbeschwerden verringert und auf 20 Uhr festgelegt. Dies stößt nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen Magdeburgern und Gästen auf Unverständnis. Deshalb frage ich Sie:

  1. Wie viele Anwohner haben sich über die Lärmbelästigung beschwert? In welcher Form geschah dies?
  2. Wurden Lärmpegelmessungen durchgeführt?
    Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
    Wenn nicht, worauf beruht die Einschätzung, dass es sich um eine Lärmbelästigung handelt, die ein Eingreifen durch die Verwaltung notwendig machte?
  3. Finden Sie es verhältnismäßig, dass das Interesse einzelner Anwohner zulasten der Attraktivität des Platzes, ja der gesamten Innenstadt und somit über den Willen des Großteils der Einwohner einer Stadt gestellt wird?
  4. Welche Möglichkeiten sehen Sie, die Regeländerung über den Betrieb des Ernst-Reuter-Brunnens wieder zurückzunehmen?
  5. Gibt es weitere Anwohnerbeschwerden andere Brunnen betreffend? Wenn ja, wo?
  6. Ist damit zu rechnen, dass zukünftig weitere Brunnen in der Stadt früher abgeschaltet werden?

Die Stellungnahme S0236/18 liegt vor und kann im Ratsinformationssystem der Stadt Magdeburg nachgelesen werden.

Domplatz OpenAir

Antrag Domplatz OpenAir

Ich Sie zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen und mit welchem finanziellen Aufwand

1. die Aufbau- und Sperrzeiten des Domplatzes verringert werden können

    (Möglicherweise durch

     - die Nutzung externer Auftragnehmer 

     - die Optimierung der Aufbauplanung

     - mehr Standards bei den Kulissen

      - optimierte Bühnenaufbauten

    2. das Aussehen/ die Außenansicht der Spielstätte verbessert werden      kann

(Möglicherweise durch die Nutzung von passenden, dem Platz     entsprechenden "Bezügen" für Zäune und zaunüberragenden Containerbauten)

3. der Platz offener gestaltet werden kann

(Möglicherweise durch die Rückverlegung des Einlasses und Öffnung des Eingangsbereiches, der ganztägig für die Öffentlichkeit zugänglich ist und dadurch der Gastronomie gestattet, auch tagsüber die Besucher des Domplatzes zu bewirten sowie optimierte Bühnenaufbauten)

4. das Theater Magdeburg das Domplatzumfeld und die vorhandenen gastronomischen Einrichtungen einbeziehen kann

(durch Führungen für Kunst- und Aufbauinteressierte o.Ä.)

5.das Domplatz Open Air im 2- jährigen Wechsel mit einem anderen Spielort durchgeführt könnte,
(z.B. Zoo, Stadthallenareal, Elbauenpark, Technikmuseum……)

damit auch nach Auslaufen des Nutzungsvertrages im Jahre 2019 das Domplatz Open Air als kulturelles Highlight erhalten bleibt.

Begründung:

Das Theater Magdeburg hat es geschafft mit dem Domplatz Open Air, welches nun schon seit Jahren vor allem Musicalfreunde begeistert, Magdeburg als Musicalstadt bekannt zu machen. Jedes Jahr kommen die Musicalfans aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland nach Magdeburg, um sich die Aufführungen auf dem Domplatz anzusehen. Der Blick auf den Dom, welcher vor allem in der diesjährigen Inszenierung von „Jesus Christ Superstar“ hervorragend in Szene gesetzt wurde, fasziniert dabei jeden Besucher. Der Domplatz ist zu keiner anderen Zeit so belebt. Natürlich profitiert/partizipiert davon auch die Wirtschaft. Viele Besucher übernachten in den umliegenden Hotels, besuchen die gastronomischen Einrichtungen und nutzen die Gelegenheit, während ihres Aufenthalts in der Stadt zum Shoppen oder zum Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten.
Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Über die Schattenseiten konnten wir in letzter Zeit sowohl in der Volksstimme, als auch in den sozialen Netzwerken, lesen. In meiner Anfrage F0128/18 vom 13.06.18 hatte ich diesbezüglich bereit auf diese hingewiesen und der Stellungnahme S0190/18 wurden die Probleme noch einmal deutlich.
Damit das Domplatz Open Air, welches als Marke weit über die Grenzen Magdeburgs einen hohen Stellenwert besitzt und aus der Kulturlandschaft Magdeburgs, auch im Hinblick auf die Kulturhauptstadtbewerbung, nicht wegzudenken ist, auch künftig auf dem Domplatz stattfinden kann, bedarf es m.E. einen für alle Seiten tragbaren Kompromiss. Dabei sind die die Anliegen und Anregungen der Anlieger, Anwohner, Bürger der Stadt Magdeburg und der umgebenden Unternehmen stärker zu berücksichtigen.

Kulturhauptstadtreisen der Verwaltung

Gemeinsame Anfrage mit Oliver Müller (Stadtrat DieLInke)

Vor wenigen Tagen berichtete die Volksstimme in ihrer informativen Reihe zur Kulturhauptstadtbewerbung1 unserer Landeshauptstadt im Rahmen eines Bildberichtes mit einem Gruppenfoto über eine vom Oberbürgermeister geführte Reise der Kernverwaltung in die aktuelle Kulturhauptstadt Leeuwarden in den Niederlanden. Bereits in den zwei Jahren zuvor gab es zunehmend dienstlich bedingte Reisen zwecks Teilnahme an Konferenzen, Fachtagungen oder (Eröffnungs-)Veranstaltungen anderer Kulturhauptstädte und solcher, die es werden wollen. Im Gegensatz zu den alljährlichen China-Reisen unter Beteiligung des Wirtschaftsdezernates, wo zumindest ein Vertreter des Stadtrates diese begleitet, waren hierbei unseres Wissens nach weder freie Kulturschaffende, Mitglieder von Kulturvereinen der Magdeburger Kunst- und Kulturszene bzw. gar Stadträte noch Kulturausschussmitglieder je daran beteiligt, geschweige denn überhaupt gefragt worden, teilnehmen zu wollen.

Ein solches Verhalten erhärtet in unserer Wahrnehmung den nach wie vor im Raum stehenden Vorwurf, die Kulturhauptstadtbewerbung sei bislang eher Privatangelegenheit hauptamtlicher Verwaltung. Aus diesem Grund fragen wir Sie:

Wir fragen den Oberbürgermeister:

  1. 1. Sind jemals Dritte im oben dargestellten Sinne (freie Kulturschaffende, Stadträte, Kulturausschussmitglieder) gefragt worden, an solchen Informationsreisen teilzunehmen? Wenn ja, wer mit welchem Ergebnis? Wenn nein, warum nicht?
  2. 2. Ist zukünftig geplant freie Kulturschaffende, Bürger/innen aus der weiteren Kulturszene und Stadträte an dieser Art des Erfahrungsaustausches in den Kulturhauptstädten oder Mitbewerbern zu beteiligen? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wen und unter welchen Voraussetzungen?
  3. 3. Wann wurde seit 2016 in welchen Gremien des Stadtrates konkret über solche Fahrten berichtet? Bitte geben Sie eine vollständige Übersicht seit 2016 und berichten Sie über die Teilnahme (welche Verwaltungsangehörigen an welchen Tagungen/Konferenzen zur Kulturhauptstadtbewerbung außerhalb Magdeburgs mit Thema, Ort, Dauer und Ergebnissen für unsere Landeshauptstadt und deren Kulturhauptstadtbewerbung).

1 Vgl. Volksstimme vom 07.06.18., S. 20.

Wir bitten um kurze mündliche und ausführliche schriftliche Stellungnahme.

Die Stellungnahme S0173/18 finden Sie hier: https://ratsinfo.magdeburg.de/vo0050.asp?__kvonr=227807&search=1

Durchführung einer Schüleruniversität mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) - Antrag A0047/18

Der Oberbürgermeister wird beauftragt zu prüfen, ob und wie in Magdeburg in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Schüleruniversität durchgeführt werden kann.

Begründung:

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist eine Stadt, die Wissen schafft. Sie profitiert von starken Schulen und Hochschulen und dem Austausch mit starken Partnern. Ein möglicher Zukunfts-partner wäre der BfR. Als Nachfolgeeinrichtung des Bundesgesundheitsamts und des Bundes-instituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin versteht sich das BfR als wissenschaftliche Institution, die den gesundheitlichen Verbraucherschutz stärkt. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens hat das BfR für Zehntklässler in Berlin eine Schüleruniversität durchgeführt. Zu prüfen wäre, inwiefern die BfR-Schüleruniversität im Format bzw. in Kooperation mit der sehr erfolgreichen Kinder-Universität an der Otto-von-Guericke-Universität stattfinden kann. Vielleicht könnte man auch dazu den BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Hensel persönlich zu einem Vortrag nach Magdeburg einladen.

Der Link zum Programm:

Http://www.bfr.bund.de/cm/343/bfr-schueleruniversitaet-programm.pdf

Sichtbarmachung der Ruhestätte von Otto von Guericke- gemeinsamer Änderungsantrag A0166/17/1 mit Thomas Brestrich ( CDU)

Dieser Änderungsantrag ersetzt den Ursprungsantrag A0166/17.

Der Oberbürgermeister wird beauftragt,

  1. 1. in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, die Suche nach Spuren Otto von Guerickes, dem größten Sohn Magdeburgs, zu forcieren und Ergebnisse der Suche zeitgemäß zu vermitteln. In diesem Zusammenhang ist die Gedächtnisstätte Otto v. Guerickes entsprechend seiner Stellung in der Stadtgeschichte Magdeburgs zu ertüchtigen.
  2. 2. Um die Suche nach Spuren Otto von Guerickes zu unterstützen, sind geeignete Wege bspw. im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu untersuchen, die auch Finanzierungsmöglichkeiten für DNA-Untersuchungen der vorliegenden Knochenfunde ein-schließt.
  3. 3. Im Erfolgsfall der DNA-Untersuchungen sollten Funde der Gebeine Otto v. Guerickes in würdiger Form in der Ruhestätte der Familie Alemann-Guericke erneut bestattet und in geeigneter Form den Bürgerinnen und Bürgern in der Johanniskirche zugänglich gemacht werden.

Begründung:

Die Stadt Magdeburg hat sich als Aspirant für die Kulturhauptstadt 2025 beworben. Dazu gilt es auch, sich der vielfältigen Historie der Stadt zu besinnen.
Otto von Guericke ist einer der wichtigsten Söhne der Stadt. Die Möglichkeiten für eine Stärkung des stadtgeschichtlichen Selbstverständnisses der Bürgerinnen und Bürger Magdeburgs sind mit Blick auf seine Person zu evaluieren.
Auch die Suche nach den Gebeinen soll diese Evaluierung stützen. Die Stellungnahme der Stadtverwaltung zum ersten Antrag der CDU/FDP/BfM-Fraktion zur Suche nach dessen Grablege ging von einer Sachlage aus, nach der die Gebeine als verschollen gelten.
Im Rahmen der folgenden Diskussion wies die Otto-von-Guericke-Gesellschaft darauf hin, dass umfangreiche Knochen und Schädelfunde aus der Johanniskirche im Landesamt für 2 Denkmalpflege und Archäologie lagern, unter denen auch die Gebeine von Otto von Guericke, wahrscheinlich neben anderen bedeutenden Bürgern der Stadt Magdeburg, vermutet werden. Im Rahmen von DNA-Untersuchungen wäre es möglich, diese Frage abschließend zu klä-ren, da auch verwandtschaftliches DNA-Vergleichsmaterial geborgen werden kann.
Für die Finanzierung und wissenschaftliche Begleitung sind geeignete Wege in Zusammen-arbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität, des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt sowie Laboren mit entsprechender Kapazität und Expertise zu finden. Auf die Mög-lichkeit der Einwerbung von Spenden ist hinzuwirken.