Antrag A0034/25 Gesellschaftshaus wirtschaftlich stärken und effizient nutzen
Die Oberbürgermeisterin wird gebeten zu prüfen, inwiefern geeignete Maßnahmen zu ergreifen
sind, um das Gesellschaftshaus Magdeburg als eine der repräsentativen kulturellen
Einrichtungen der Stadt zu stärken und zukunftsfest wirtschaftlich(er) zu betreiben.
Dabei sind Nutzungsmöglichkeiten wie
a) touristische weiterführende Nutzungsoptionen über die 10 bisher vorgesehenen Tage
hinaus, mehrtägige Formate, Nutzung als Veranstaltungsstätte über die bisher genutzten
Formate hinaus
b) die grundsätzliche Anpassung der Mieten für alle Formate, und die Umlage der
Betriebskosten auf alle Nutzer, sowie die allgemeine Kostenstruktur
zu prüfen und zu bewerten.
In diesem Zusammenhang wird gebeten, hinsichtlich der Trägerschaft die Übernahme des
Gesellschaftshauses, das sich derzeit im Eigenbetrieb der Stadt befindet, durch die MVGM zu
prüfen, um eine abgestimmte Vermarktung und Auslastung der bestehenden kulturellen
Veranstaltungsstätten in Magdeburg zu erreichen.
Begründung
Das Gesellschaftshaus gehört zu den repräsentativen Kultureinrichtungen der Stadt. Mit der
Anfrage (F0238/24) und der Antwort der Verwaltung (S0455/24) wird sichtbar, dass das
Gesellschaftshaus aufgrund seines negativen Jahresergebnisses hinsichtlich seines jährlichen
Zuschussbedarfes den Stadthaushalt stark belastet. Um das Gesellschaftshaus dauerhaft zu
sichern und wirtschaftlich zu betreiben, ist nicht zuletzt mit Blick auf die Haushaltssituation
erforderlich, Optimierungsmöglichkeiten durch Erhöhung der Einnahmen und Anpassung der
Kostenstruktur zu prüfen und umzusetzen.
Das Gesellschaftshaus befindet sich derzeit als Veranstaltungsstätte noch im Eigenbetrieb der
Stadt. Daher ist eine Übernahme durch die MVGM zu prüfen, da die MVGM derzeit bereits die
Johanneskirche, das AMO und die Hyparschale als Veranstaltungsobjekte betreibt und
perspektivisch auch als zukünftiger Betreiber der Stadthalle vorgesehen ist.
In der MVGM sind bereits personelle Ressourcen für Verwaltung und Vermarktung der o.g.
Objekte vorhanden, so dass sich entsprechende Synergieeffekte und eine gezielte Vermarktung
und damit bessere Auslastung aller Objekte erzielen lassen, um letztlich die repräsentativen
Einrichtungen der Stadt zu stärken und perspektivisch den gesamten Zuschussbedarf nicht weiter
anwachsen zu lassen bzw. wenn möglich zu verringern.
Stefanie Middendorf
Dr. Beate Bettecken
Carola Schumann